Es geht auch anders.

Kaum zwei Monate ist es her, da habe ich innerhalb von wenigen Tagen neben meiner Spiegelreflexkamera auch die kompakte geschrottet.
Die eine ging aus widrigen Umständen von selbst kaputt (Ich berichtete… ), an der Kleinen war ich selbst schuld.
Zu oft aus der Tasche gefallen, draufgehockt und rumgeschmissen… was man mit so kleinen Kameras eben machen kann, wenn man sie nicht sieht.

Im Gegensatz zu Canon nun, die meiner Meinung nach in Deutschland einen miserablen Service für Endkunden bieten, habe ich nun Reparaturerfahrung mit Fujifilm gemacht.
Und ich muss sagen ich bin begeistert. So reibungslos muss es eigentlich überall gehehn.

Die Geschichte:

1. Support

Als meine Kamera nach erneuten Fallenlassen keinen Mucks mehr von sich gab schrieb ich an einem Samstag (!) gegen 14 Uhr eine E-Mail an eine mit kurzer Internetrecherche schnell gefundener E-Mail-Adresse, mit Fragen an Dauer, Kosten usw.

Nach sage und schreibe 28 Minuten war eine absolut kompetente und alle Fragen klar beantwortende E-Mail in meinem Mehlkasten.

Vergleich zu Canon: Kontaktdaten zu irgendeiner Art von Support sind alles andere als leicht zu finden.
Es endet von Canons Seite damit, dass man eine Liste von Canons Fachbetrieben aufgelistet bekommt.
Daraufhin muss man sich nach gutdünken erst einen Betrieb aussuchen und auf dessen Internetpräsenz (sofern überhaupt vorhanden) eine E-Mail-Adresse suchen.
Bei Fujifilm geht die E-Mail an Fujifilm selbst. Auch dort sind sicher andere Partner mit im Spiel. Man merkt es blos nicht.

2. Die Auskunft

Fujifilm schrieb mir in genannte Mail, dass die Reparaturkosten inklusive Versand und MwSt. pauschal XXX € betragen, man drei Wochen zu warten habe, und sendete die Adresse mit, an die man die Kamera schicken muss.
Wegen des pauschalen Preises ging ich zuerst davon aus, dass alle defekten Kameras einfach durch neue Ausgetauscht werden (Neupreis immernoch rund XXX +100€). Dem war aber anscheinend nicht so.
Das finde ich in heutiger Zeit auch mal lobenswert. Weniger Schrott, und in einigen Fällen sicherlich eine günstigere Reparatur, als mit der Berechnung nach Ersatzteilen + Arbeitsstunden.

Im Vergleich enthielt die fünftägig verzögerte Antwortmail von einem zufällig ausgewähltem Canonhändler nur vage und offensichtlich täuschende Angaben, was den Preis anging (Ich zitiere: “kann die Reparatur ca. YYY,- Euro netto kosten – unter Vorbehalt.Alle genannten Beträge sind netto zzgl. eventuellem Versandspesen und 19% Mwst.“).
Auf Frage der Dauer und einer Versandadresse wurde gar nicht erst geantwortet.
Wenn andere Canonhändler da besser sind, fühlen sich diese bitte hiermit nicht angesprochen.
Nur der eine sollte sich ändern.

3. Fazit

Das Ende vom Lied ist nun, dass ich eine voll funktionstüchtige, quasineue Kamera von Fujifilm habe, sowie eine nach wie vor halb funktionierende von Canon. Bis zur Reparatur dauert es wohl noch eine Weile. Ganz einfach deshalb, weil ich keine Lust habe mir so gut wie alle Daten die dafür nötig sind selbst zusammenzusuchen.
Falls mal wieder eine neue Kamera brauche ist Canon lang nicht mehr so weit oben dabei, wie sie es bei mir mal waren.
Auch bin ich hiermit von Canons Kompaktkameras abgekommen. Die Kameras sind verdammt gut. Aber kaputt gehen können sie auch mal, und dann hat man den Salat. Meine F30 hält unter normalen Umständen auch alles aus und ist nach wie vor erste Wahl.

Hiermit ein herzliches Dankeschön an die nette und überaus schnelle Behandlung von Fujifilm.
Canon bedarf es keinen weiteren Kommentars. Ha! Ihr werdet nicht verlinkt!

~ von dorager am 8.Juli.2008.

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